Mitmachen bei #stolenmemory
In den Arolsen Archives warten noch immer rund 2.500 Umschläge mit persönlichen Gegenständen auf die Rückgabe an ihre rechtmäßigen Eigentümer*innen. Sie stammen von KZ-Häftlingen und werden seit Jahrzehnten in dem Archiv aufbewahrt. Bei der Inhaftierung in deutsche Konzentrationslager nahmen die Nationalsozialisten den Menschen alle persönlichen Besitztümer ab – Uhren, Briefe, Schmuck oder Fotos. Nur mit engagierten Freiwilligen, die vor Ort recherchieren und bei der Suche helfen, besteht die Chance, die Familien der Opfer zu finden. Deshalb haben die Arolsen Archives 2016 die Kampagne #Stolen-Memory gestartet.
Zusammen mit dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk (DPJW) lädt das Bildungsprojekt #StolenMemory Jugendliche aus Deutschland und Polen zum Mitmachen ein – gerne auch mit Beteiligung von jungen Menschen aus anderen Ländern. Gemeinsam könnt Ihr Euch auf die Suche nach Angehörigen ehemaliger KZ-Häftlinge machen und damit aktiv das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus gestalten.
Das Bildungsprojekt ist modular aufgebaut und eignet sich für organisierte oder freie Jugendgruppen, internationale Ferienprogramme, Sommerakademien oder Schulpartnerschaften sowie alle Freiwilligengruppen, die einen Beitrag zur Erinnerungskultur durch eigenes persönliches Engagement leisten möchten. Interesse für Geschichte, für das Lösen von historischen Rätseln, und an internationalem Austausch sind gute Voraussetzungen, um bei diesem besonderen Projekt mitzumachen.