Nochmal hingeschaut
Umgang, Erinnerung und Aufarbeitung der nationalsozialistischen Verbrechen in der Bundesrepublik Deutschland, in der DDR und im vereinten Deutschland; Geschichtskultur im Wandel, Erinnerungskultur in verschiedenen Gesellschaften/im Wandel, Umgang mit dem Holocaust nach 1945
— Kontroversen im Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus und ihr Stellenwert im Umgang mit der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik in Deutschland
— prägende Bezugspunkte der Erinnerungskultur, symbolische Bedeutung und identitätsstiftende Funktion (Gedenkstätten, Literatur, Filme und Videogames)
— Schuldfrage und „Wiedergutmachung“
— Geschichte in den Medien (ästhetische Gestaltung, Geschichtsbild und Botschaft)
Ziele
Die Schüler*innen …
… entdecken Spuren der Geschichte in der Gegenwart der digitalen Zimmer und leiten aus diesen sachgerechte Vermutungen über den Umgang mit dem Holocaust nach 1945 ab.
... nehmen dabei kontroverse Positionen und Konfliktlinien hinsichtlich der Interpretation von Geschichte wahr (Verdrängung, Opfermythos, Schuldeingeständnis, juristische Aufarbeitung, Entschädigung, Schlussstrich-Debatte, „Nie wieder ist jetzt“).
... periodisieren dabei die dominanten Paradigmen des Umgangs und ordnen sie in die Zeit ein.
... sie erkennen dabei die Unterschiede der Aufarbeitung in BRD und DDR in ihrer zeithistorischen Bedeutung für die Politik.
... können Motive, Interessen und Begründungen für das Handeln einzelner Akteure und gesellschaftlicher Gruppen in ihrem historischen Kontext verstehen.
... können zwischen aktuellen politischen und gesellschaftlichen Konflikten und historischen Konflikten Bezüge herstellen und die Ergebnisse unter Berücksichtigung von Kriterien wie Menschenrechten, Freiheit und Gerechtigkeit vergleichend bewerten.