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Purim-Prisma zwischen Schein und Sein

27.02.2026
Gespräch

© Daesh

Purim – das jüdische Fest der Selbstbehauptung und Befreiung – feiert die transformative Kraft von Maskerade und Enthüllung. Ausgehend von dieser Tradition untersucht der Abend das Wechselspiel zwischen Verbergen und Offenbaren, zwischen Selbstinszenierung und Selbstverleugnung. Purim wird hier zum Prisma, um das Wechselspiel von Maskerade, Spiegelung und widersprüchlichen Realitäten in der Gegenwart zu befragen.

Das Format verbindet Werkschau, Podiumsgespräch und Live-Performance mit einer anschließenden Purim-Party in der Synagoge. Dagesh-Künstler*innen präsentieren Arbeiten aus Literatur, Malerei, Fotografie, Film und Performance, die zentrale Motive von Purim aufgreifen: Wie werden Masken zu Schutz oder zur Selbstoffenbarung? Wann ermöglicht Verkleidung Befreiung, wann wird sie zur Verstellung?

Die künstlerischen Positionen verbinden dabei künstlerische Praxis, literarische Perspektiven, performative und filmische Bildpolitiken. Sie öffnen einen Reflexionsraum für grundlegende Fragen: Wann verstecken wir uns hinter Rollen, und wann setzen wir sie bewusst ein? Wie prägen gesellschaftliche Erwartungen unsere Identität? Wo liegt die Grenze zwischen Anpassung und Selbstaufgabe – und wann wird das Ablegen der Maske zur Notwendigkeit?

Purim wird so zum Ausgangspunkt einer universellen Auseinandersetzung mit Identität als dynamischem Prozess zwischen Fremdbild und Selbstbestimmung. Der Abend richtet sich an alle, die sich für zeitgenössische Kunst, Identitätsfragen und den Umgang mit gesellschaftlichen Rollen interessieren.
 

02. März 2026

Hygienemuseum Dresden
Öffentliche Veranstaltung, 18:00 – 21:00 Uhr
Podiumsgespräch mit Anna Schapiro, Lana Lux, Benyamin Reich
Anschließend Live Performance

Purim-Party, 21:00 – 24:00 Uhr
in Kooperation mit Nevatim und der Jüdischen Kultusgemeinde Dresden e.V.
und dem Berliner DJ-Duo BalaganSisters und DJ Cadillac Carl

„Purim-Prisma zwischen Schein und Sein. Transformation und Enthüllung als künstlerische Praxis” ist Teil der bundesweiten Reihe Dagesh-Studio on the Road, die zeitgenössische jüdische Positionen in der Gegenwartskunst sichtbar macht.

Um Anmeldung wird gebeten: https://dagesh.de/studio-on-the-road/

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