Antisemitismusrelevantes Wissen dekonstruieren
Die Studie “Antisemitismus und Jugend” zeigt, dass antisemitismusrelevantes Wissen auch in der Schule gelernt wird. Dies geschieht z.B. dann, wenn antisemitische Sprache unreflektiert genutzt wird oder antisemitische Darstellungen nicht dekonstruiert werden. Bei der Dekonstruktion geht es darum, die vorgefassten und voreingenommenen Überzeugungen und Konstrukte, die den Stereotypen zugrunde liegen, durch kritische Analyse zu entschlüsseln, zu hinterfragen und abzubauen.
Übersicht der Module:
- Antisemitismus einordnen
- Antisemitismus erkennen
- Antisemitismusrelevantes Wissen dekonstruieren
- Gegen Antisemitismus intervenieren
Ziele
In diesem Modul sollen Jugendliche lernen, antisemitische Inhalte, die sie als solche erkannt haben, selbst zu dekonstruieren.
Fachübergreifende Bildungs- und Erziehungsziele
Wissen
Kommunikationsfähigkeit
Problemlösestrategien
Medienbildung
Interdisziplinarität, Mehrperspektivität
Empathie und Perspektivwechsel
Werteorientierung
Bildung für nachhaltige Entwicklung
Reflexions- und Diskursfähigkeit
Verantwortungsbereitschaft
Oberschule
Evangelische Religion
Klassenstufe 9, Wahlbereich 3: Formen des Antisemitismus
Katholische Religion
Klassenstufe 9, Wahlbereich 3: Antisemitismus
Gymnasium
Evangelische Religion
Klassenstufe 9, Wahlbereich 3: Antisemitismus
Berufliches Gymnasium
Evangelische Religion
Klassenstufe 11, Lernbereich 3 D: Begegnung der Religionen
Geschichte/Gemeinschaftskunde
Jahrgangsstufe 11, Lernbereich 2: Medien in Demokratie und Diktatur
Jahrgangsstufe 12, Grundkurs, Lernbereich 2: Identitätsbildung in Europa
Jahrgangsstufe 12, Wahlbereich 3: Mythen und Verschwörungstheorien in Geschichte und Gegenwart
Fachoberschule
Geschichte/Gemeinschaftskunde
Klassenstufe 12, Wahlbereich 5: Mythen und Verschwörungstheorien in Geschichte und Gegenwart
Weiterführende Informationen
Vor dieser Aktivität sollten die Lernenden ausreichend informiert sein über Formen von Antisemitismus und diese auch erkennen können. Passend dazu empfehlen wir Modul 1+2 der Universität Duisburg-Essen. Im Anschluss kann darüber hinaus noch Modul 4 "Gegen Antisemitismus intervenieren" folgen.